Bericht Halbzeittagung

Halbzeit-Tagung mit Minister Vogelsänger

Kurz nach der Halbzeit der Förderperiode für das Projekt „Märkisch-Oderland geht den Holzweg“ fand am Freitag, dem 25. Februar 2011, am Sitz des Energiebüros auf dem STIC-Gelände in Strausberg die Arbeitstagung „Märkisch-Oderland geht den Holzweg: Halbzeitbilanz und Ausblick“ statt.

Eingeladen hatten das Energiebüro MOL und das Netzwerkbüro.

Andreas Jonas als Geschäftsführer der STIC-Wirtschaftsfördergesellschaft MOL und Rainer Schinkel als Beigeordneter des Landkreises Märkisch-Oderland begrüßten die etwa 50 Teilnehmer der Tagung, unter Ihnen Minister Jörg Vogelsänger (SPD) und nahmen eine Einordnung des Projektes „Märkisch-Oderland geht den Holzweg“ in die Wirtschaftsförderung und Energiestrategie des Landkreises vor.

In seinem Redebeitrag zur erfolgreichen Halbzeit der dreijährigen Förderung wertete der Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, Jörg Vogelsänger, den Holzweg von MOL als einen Weg, der in eine sichere Zukunft führt und bei dem die Fördermittel gut angelegt sind. Insbesondere der guten Zusammenarbeit mit den Kollegen vom Forstbetrieb Brandenburg maß der Minister eine große Bedeutung für den Erfolg des Projektes zu. Wörtlich sagte er: „Meine Kollegen in den Oberförstereien  und Revieren sind in ihrem Netzwerk die Verbindungspunkte zu Waldbesitzern, zur Holzindustrie und zu den Verwaltungen.“ Bezüglich der Forstreform versprach Vogelsänger, dass auch bei räumlichen und personellen Änderungen, die Landesforstverwaltung ein verlässlicher Partner in der Bioenergie-Region bleiben wird.  Der Minister erklärte, die Betriebsleitung des Landesforstbetriebes bitten zu wollen, „dass sowohl die dann hoheitlich zuständige Oberförsterei, als auch die mit der Bewirtschaftung des Landeswaldes betraute Oberförsterei  offizielle Mitglieder im Förderverein Netzwerk BIOFestbrennstoff MOL e. V. werden.“

Als einen ganz praktischen Schritt zur Unterstützung des Heizens mit Holz erklärte der Minister, dass für eigene Forstimmobilien bei Neubauten und Sanierungen grundsätzlich Holzheizungen favorisiert würden. Bezüglich der Anlage und Wirtschaftlichkeit von Kurzumtriebsplantagen im Land Brandenburg kündigte Minister Vogelsänger im Rahmen der Energie-Technologie-Initiative Brandenburg (eti) noch für dieses Frühjahr  eine Informationsveranstaltung an.

Abschließend sagte der Minister, dass mit der Biomassestrategie, die sich Brandenburg auf die Fahne geschrieben habe, die regionale Verwertung von Biomasse und dabei die Entwicklung regionaler Ketten vom Anbau bis zur Verwertung zu unterstützen sei. Dem fügte er hinzu: „ Von der Bioenergie-Region MOL wünsche ich mir, dass dieser regionale Ansatz beispielhaft für das ganze Land Brandenburg umgesetzt wird.“ Unter dem Applaus der Teilnehmer der Tagung schloss Jörg Vogelsänger diesem Wunsch das Versprechen an: „Ich sichere Ihnen die Unterstützung meines Hauses gerne zu –nehmen Sie mich beim Wort.“

Nach einer regen Aussprache mit Minister Jörg Vogelsänger folgten Vorträge von Heiner Grienitz für das Energiebüro MOL und Martin Merk für das Netzwerkbüro zum bisher Erreichten, vor allem aber zu den Zielen und Vorhaben des noch verbleibenden Förderzeitraums bis Mai 2012.

Auf der Habenseite der bisherigen Projektarbeit steht vor allem die Öffentlichkeitsarbeit mit  Informationsveranstaltungen und Einzelberatungen, die im Landkreis ein Klima pro Heizen mit Holz erzeugt hat. Das hat sowohl die verstärkte Installation von Holzheizungen in Privathäusern und Unternehmen als auch das zunehmende Engagement von Unternehmen bei der regionalen Erzeugung von Energieholz gefördert. Weniger Resonanz fand das Heizen mit Holz bisher in den Kommunen. Mit der bevorstehenden Installation einer Stückholzheizung in der Kreisstraßenmeisterei  und zwei Pelletheizungen in kommunale Liegenschaften deuten sich aber auch hier ei Umdenken an. Größter sichtbarer Erfolg in der Netzwerkarbeit  ist die Kooperation von drei Energieholz produzierenden Unternehmen und einer Oberförsterei bei der Vermarktung ihrer Produkte im Forsthof  Märkische Schweiz.

Für die nächste Zeit stehen neben der Förderung der Anlage von Kurzumtriebsplantagen u. a. die Einführung einer regionalen Qualitätsmarke und die Gründung einer Energiegenossenschaft  auf der Tagesordnung. Während mit den KUP die regionale Rohstoffbasis für die Wärmeproduktion aus Holz verbreitert werden soll, soll die Qualitätsmarke „Märkischer Holzweg“ vor allem Qualität und Regionalität bei Energieholzproduzenten, Energieberatern und Installateuren sowie auch deren Arbeit nach ökologischen und sozialen Standards dem Verbraucher sichtbar machen. Mit der Energiegenossenschaft soll eine breite Beteiligung an regionaler Energieerzeugung organisiert werden.

Über die Qualitätsmarke und die Energiegenossenschaft  wurde nach Vorträgen am Nachmittag diskutiert. Dem vorausgegangen war ein Vortrag von Mareike Schultze von der Hochschule Wildau zum Energieholzpotenzial des Landkreises MOL. Er war in Zusammenarbeit mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde im Rahmen des Projektes belo-net entstanden.

Eine Kurzfassung des Beitrages kann beim Energiebüro bezogen werden

In Auswertung der Tagung erarbeitet das Energiebüro MOL federführend ein Positionspapier zum Heizen mit Holz. Darin sollen Angebote an die Politik  gemacht aber auch Forderungen an sie aufgestellt werden, das Heizen mit  Holz zu fördern. Das Papier soll an die zuständigen Ministerien des Landes Brandenburg aber auch an kommunale und Landtagsabgeordnete gehen.

Hinweise und Vorschläge zu diesem Papier richten Sie bitte an das Energiebüro MOL Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

 

Beratung

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